Bach-Blütentherapie

Einführung in die Original Bach-Blütentherapie

Begründer: Dr. Edward Bach (1880 – 1936)

Englischer Arzt, der sich schon bald nach seiner Ausbildung von den herrschenden Auffassungen der "Schulmedizin" entfernte.
Von 1928 an arbeitete er in einem Krankenhaus mit der klassischen Homöopathie und begann sich bei dieser Behandlungsmethode immer stärker an der psychischen Verfassung seiner Patienten zu orientieren.
Er schloss aus seinen Beobachtungen, dass nicht die körperlichen Symptome einer Krankheit behandelt werden müssen, sondern der zugrundeliegende Gemütszustand des Kranken, den man aus Gesprächen und Beobachtung seines Verhaltens heraus bestimmen kann.

Grundgedanke:

Jeder körperlichen Krankheit geht eine seelische Gleichgewichtsstörung voraus, die sich in destruktiven seelischen Verhaltensmustern zeigt. Diese Muster bilden dann seelische Giftstoffe und blockieren den Zugang zu unserem intuitiven Wissen oder zu unserer inneren Führung. Sie können auch zum Auslöser für seelische und körperliche Krankheiten werden.


Philosophie der Bach-Blütentherapie:

1.) Jeder Mensch hat seinen eigenen inneren Auftrag oder Lebensplan, der vorgezeichnet ist:
• Selbstverwirklichung, die Entwicklung der persönlichen Begabungen und Ausübung des 
   richtigen Berufs: was hat man schon als Kind gern getan, was konnte man gut und was 
   hat Freude gemacht. 
• Unsere Lebensaufgabe ist nun, diesen eigenen Lebensplan zu entfalten, wie z.B. 
   aus dem einen Pflanzensamen eine Rose wird und dem anderen eine Eiche.
• Wissen wir nicht, wie wir vorgehen sollen, berät uns unsere höhere Instanz, die 
   "innere Stimme". Sie spricht mit uns durch unsere Intuition und sagt, was gut oder 
   schlecht ist ("Bauchgefühl!"). 

2.) Jeder Mensch ist Teil einer grösseren Einheit wie die Zelle in einem Körper.
• Wir sind alle miteinander verbunden und voneinander abhängig. 
• Durch die Entfaltung unseres eigenen Lebensplans tragen wir automatisch zu dieser 
   grösseren Einheit bei und werden von ihr energetisch unterstützt. Geschieht dies 
   nicht, ist man von dieser Energie abgeschnitten. 


Dr. Bach definierte 38 positive Seelenpotentiale und ihre disharmonischen Zerrformen,
wie z.B.
· Ausdauer und Verbissenheit
· Tapferkeit und Angst
· Geduld und Ungeduld

Diese menschlichen Eigenschaften haben nach Dr. Bach energetisch-harmonische Repräsentanten in der Pflanzenwelt. Deren harmonische Energiefelder können mit den betreffenden verzerrten Teilen des menschlichen Energiefeldes in Resonanz treten und diese mit ihren harmonischen Schwingungen überlagern. Dr. Bach nannte diesen Prozess "Reharmonisierung". 


Ziel:

Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts durch "Reharmonisierung" der seelischen Verhaltensmuster, wodurch der Weg zu den eigenen seelischen Selbstheilungskräften wieder frei wird. Dabei sollen die Schwächen als Anlage des Lebensplans abgelegt werden und die Stärken betont werden.


Abweichungen vom Lebensplan:

Schon das Kind weiss, ohne es artikulieren zu können, in seinem Innersten um den Weg, den es im Leben verfolgen sollte. 
Die Eltern haben nun die schwere Aufgabe, die Anlagen und die Wesensstruktur des Kindes zu erkennen und ihre positive Entwicklung auf sanfte Weise zu unterstützen, ohne jedoch zuviel Einfluss zu nehmen.. 
Kann das Kind seinen Lebensplan unbehelligt folgen, erlebt es inneren Frieden, Freude, Glück und Gesundheit. 
Abweichungen vom Lebensplan - entweder durch äussere Beeinflussung wie eine einengende Erziehung oder durch Ignorieren der inneren Stimme - führt jedoch zu Konflikten zwischen dem höheren Selbst und der Persönlichkeit des Menschen. 
Als Folge kommt es u.a. zu Disharmonien, Ängsten, Unsicherheiten, Hassgefühlen - die Dr. Bach als "negative Gemütszustände" bezeichnete. 


Dr. Bachs Auffassung von Krankheit:

"Nichts in der Natur kann uns schaden, wenn wir glücklich und in Harmonie sind - im Gegenteil: Die ganze Natur ist da, dass wir uns ihrer erfreuen und Gebrauch von ihr machen. Nur wenn wir Zweifel, Niedergeschlagenheit, Unentschlossenheit oder Angst Einlass gewähren, werden wir äusserlichen Einfüssen gegenüber empfindlich. Deshalb ist die wahre Ursache hinter der Krankheit, worauf es vor allem und allein ankommt: 
"Der Gemütszustand des Patienten und nicht der Zustand seines Körpers."

Beispiel:
Wenn ein Kranker an Magenschmerzen leidet, die von deutlichen Angstzuständen begleitet sind, dann müssen nach Dr. Bach die Angstzustände behandelt werden, um die Magenkrankheit zu heilen.
Dr. Bachs Schlussforderung, dass die meisten Krankheitsursachen in ungelösten Konflikten und negativen Gemütszuständen zu suchen sind, finden wir heute in der psychosomatischen Medizin bestätigt.


Einsatzgebiete der Bachblüten:

• Bei jeder Form von Notfällen
• Zur Harmonisierung disharmonischer Verhaltens- und Gefühlsmuster:
   · Eifersucht 
   · Ängstlichkeit 
   · Ungeduld 
   · Entscheidungsschwierigkeiten 
• Als Entwicklungshelfer in der Persönlichkeitsentfaltung: "Heile Dich selbst" 
• Bei Stress- und psychischen Belastungssituationen: 
   · Trennungen 
   · Verluste: Tod des Partners, Arbeitsplatz 
   · Diagnose einer schweren Krankheit 
   · vor Prüfungen 
• Als Begleittherapie zur Behandlung von akuten und besonders 
   chronischen Krankheiten 


Was sind Bach-Blüten:

• Wässrige Auszüge von 38 verschiedenen Blüten wildwachsender Pflanzen und 
   Bäume (Mischungsverhältnis ca. 1: 240), als Repräsentanten verschiedener 
   menschlicher Eigenschaften. 
• Werden größtenteils heute noch an den von Eward Bach festgelegten 
   englischen Fundorten in freier Natur gesammelt. 
• Sie repräsentieren 38 objektive "neutrale" Symptome, die zeigen, in welcher 
   Art der Kontakt zur inneren Führung unterbrochen ist. Statt sie zu bewerten, 
   sollte man sie ähnlich wertfrei und sachlich, wie z.B. ein Blutbild betrachten, 
   dessen Werte sich durch gezielte Maßnahmen auch wieder ändern lassen. 
• Therapie ist nebenwirkungsfrei. 
• Vertragen sich mit jeder anderen Form schulmedizinischer und 
   naturheilkundlicher Therapie. 


Beispiel für die Umsetzung des Lebensplanmodells der Bach-Blütentherapie:

-1-
Disharmonischer Zustand: "Jeder nutzt mich nur aus!"

Bachblüte: Centaury - "Blüte des Dienens"

Ziel: "Nein"-Sagen lernen; Gewinnt die Respektierung anderer Menschen

-2-

Disharmonischer Zustand: "Schluckt allen Ärger herunter" , "Macht gute Miene zum bösen Spiel."

Bachblüte: Agrimony - "Ehrlichkeits-Blüte"

Ziel: "Ehrlich zu reagieren und zu seinen Gefühlen zu stehen"


Wenn Sie mehr zu der Bach-Blütentherapie erfahren wollen:

Literatur:
Bach-Blüten für innere Harmonie - Sigrid Schmidt - GU -Verlag - ISBN: 3-7742-6427-9 
Die Original Bach-Blütentherapie - Mechthild Scheffler - ISBN: 3-89631-305-3