Biochemie

Einführung in die Biochemie nach Dr. Schüßler

- Die 12 Salze des Lebens! -

Gesundheit und Wohlbefinden stehen für viele Menschen an erster Stelle. Mit einer einzigen Therapie ist dieses Ziel normalerweise nicht zu erreichen. 
Viele Faktoren sind dafür notwendig, die mit dem Bau eines Hauses = unserem "Haus der Gesundheit", verglichen werden können:

Fundament
· Säure-Basen-Gleichgewicht
· ausgewogener Mineralstoffhaushalt
· intakter Darm

Erdgeschoss
· ausreichende Bewegung
· ausreichende Entspannung
· ausgewogene Vollwerternährung

Dachgeschoss
· Feinregulation durch Pflanzenheilkunde und/oder Homöopathie

Dachboden
· Regulation durch schulmedizinische Maßnahmen zur Diagnostik 
  und Therapie bei stärkeren gesundheitlichen Entgleisungen!

Die Schüßler-Salze beeinflussen positiv unseren Mineralstoffhaushalt, welcher eines der Fundamente bildet.

Mineralstoffe sind lebensnotwendige Bestandteile und müssen von außen, d. h. mit der Nahrung, zugefügt werden. 

Alle Mineralstoffe werden im Körper gespeichert:
1. Betriebsspeicher (vergleichbar mit einem Küchenschrank - jederzeit verfügbar): 
    in den Körperflüssigkeiten
2. Langzeitspeicher in Knochen, Muskeln, Nerven, und Organe

Im Langzeitspeicher dienen die Mineralien in der Regel als mineralische Grundlage unseres Körpers, z.B. als Knochen.
Sind die Betriebsspeicher immer gut mit Mineralien gefüllt, geht es den Zellen gut. Ist er dagegen nicht ausreichend gefüllt, schränkt der Körper seinen Betrieb ein, um die lebensnotwendigen Funktionen weiterhin gut mit Mineralien versorgen zu können. 
Werden die Betriebsspeicher dann aber nicht wieder aufgefüllt, geht der Körper an seine Reserve: dem Langzeitspeicher. Der benötigte Mineralstoff wird dort herausgelöst und es kommt zum Abbau von Gewebe oder Knochen sowie zu Störungen der Organtätigkeit.

Beispiel
Stellen Sie sich unsere Knochen als eine gemauerte Wand vor. Das Kalzium bildet den Mörtel, der die Steine fest aufeinander fixiert. Bei großem Kalziumbedarf wird nun der "Mörtel" aus den Fugen herausgelöst und die Steine liegen, wenn nicht wieder aufgefüllt wurde, irgendwann lose aufeinander. Kommt es dann nur zu einem kleinen Stoß von außen, stürzt die Mauer, also unser Knochen, ein. 

Folge
Knochenbruch durch Mineralstoffmangel!

Wir unterscheiden zwei Arten von Mangel:
Echter Mangel: Eisenmangelanämie bei einem Veganer
Mangel als Verteilungsstörung: Am häufigsten, was bedeutet, dass der Mineralstoff sich nicht dort befindet, wo er benötigt wird.
Die Einnahme der Schüßler-Salze hilft dem Körper, dass die Mineralstoffe genau dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden, nämlich in die Körperzelle!


Da wir nun bei unserem Thema - Einführung in die Biochemie - angekommen sind, möchte wir Ihnen Herrn Dr. Schüßler zunächst vorstellen:

Biographie:

Geburt: 21. August 1821 in Bad Zwischenahn 
Berufswunsch: Heilpraktiker wie sein Vorbild Samuel Hahnemann (Begründer der Homöopathie) 
1852: sein Bruder sponsert ihm ein Medizinstudium in Paris, später studiert er in Berlin, Gießen und Prag 
1858: Niederlassung als erster homöopathischer Arzt in Norddeutschland 
1872: Beginn der Erforschung seiner "Schüßler-Salze" 
1873: Veröffentlichung seines Therapiebuches: "Eine verkürzte homöopathische Therapie" 
Tod: 30. März 1898 im 77. Lebensjahr 


Dr. Schüßler lebte in einer Zeit wo Naturwissenschaften und Medizin große Umbrüche und Fortschritte erlebten:

· Das Mikroskop wurde erfunden und die Mediziner begannen das Leben der Zelle 
  zu studieren. 
· Zu den wichtigsten Forschern dieser Zeit gehörten Jakob Moleschott und Rudolf 
  Virchow, die eine neue Sichtweise der Physiologie des menschlichen Körpers 
  begründeten. 

Dr. Schüßler teilte deren Auffassungen und bildete daraus die Grundpfeiler seiner neuen Therapie - der Schüßler-Therapie.

Dr. Schüßlers drei Grundpfeiler
1. die kleinste Lebenseinheit ist die Zelle
2. das Wesen der Krankheit ist eine krankhaft veränderte Zelle (Rudolf Virchow) 
3. gesund bleiben kann der Mensch nur, wenn er die nötigen Mineralstoffe in 
    der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis besitzt (Jakob Moleschott) 

Auf der Suche nach den lebensnotwendigen Mineralstoffen startete Dr. Schüßler nun seinerseits einen wissenschaftlichen Beweisversuch:
Er untersuchte die Asche von Verstorbenen und fand immer wieder die gleichen Mineralsalze. Später untersuchte er die Asche seiner verstorbenen Patienten, von denen er die Krankheiten sowie die Todesursache wusste und stellte Zusammenhänge fest:
Der Mangel an einem bestimmten Mineralsalz ergibt eine bestimmte Erkrankung!
Die Therapie bestand demzufolge im Ausgleich des bestehenden Mangels.

So entwickelte er seine "12 Funktionssalze des Lebens", wobei es sich um die Salze handelte, die er immer wieder in der Asche gefunden hatte:
Nr.  1 - Calcium fluoratum D 12
Nr.  2 - Calcium phosphoricum D 6
Nr.  3 - Ferrum phosphoricum D 12
Nr.  4 - Kalium chloratum D 6
Nr.  5 - Kalium phosphoricum D 6
Nr.  6 - Kalium sulfuricum D 6
Nr.  7 - Magnesium phosphoricum D 6
Nr.  8 - Natrium chloratum D6
Nr.  9 - Natrium phosphoricum D 6
Nr. 10 - Natrium sulfuricum D 6
Nr. 11 - Silicea D 12
Nr. 12 - Natrium sulfuricum D 6

Um eine optimale Wirkung zu erzielen und um den normalen Mineralstoffhaushalt nicht zu stören, verabreichte er mit seiner Denkweise als homöopathischer Arzt die einzelnen Salze in potenzierter Form. Dadurch werden die Mineralsalze zellgängig gemacht.


Was bedeutet zellgängig?

Damit Salze in die Zelle aufgenommen werden können, muss die Zelle unter Kraftaufbringung sie in sich hineinziehen. Ist die Zelle aber erkrankt und kann diese Kraft nicht mehr aufbringen, bleiben die für die Gesundung benötigten Mineralsalze draußen. 
Die biochemischen Salze dagegen sind so fein dosiert, dass sie die Zellhülle ohne Kraftaufbringung der Zelle durchdringen können. Innerhalb werfen sie dann, bildlich gesprochen, wie ein Starthilfekabel für ein Auto, den "Motor" der Zelle an und ermöglichen so, dass die Zelle die Salze, die sie für ihre Gesundung dringenst benötigt, von außen wieder hereinziehen kann. 
Fazit: Bei Krankheiten, die durch Mangelerscheinungen an Mineralien auftreten, genügt es daher nicht alleine, das entsprechende Mineralsalz in größeren Mengen zu geben. Denn liegt eine Transportstörung vor, wird nur das Blut weiter angereichert und das Mineralsalz kann nicht in die Zelle gelangen, obwohl dort dringend dieser Mineralstoff benötigt wird.


Zusammenfassung

· Biochemische Salze wirken regulierend, indem das fehlende Salz in die Zelle 
  eingelagert wird. Die Wirkung erfolgt durch Qualität, nicht durch Quantität 
  der Salze. 
· Sie sind ideal zur Gesundheitsprophylaxe, zur Stärkung der Lebenskräfte, 
  indem Zellen gereinigt und entgiftet werden. 
· Die potenzierte Darreichungsform ermöglicht die Aufnahme ohne Kraftauf-
  bringung in die Zelle. Gleichzeitig können die Salze direkt über die 
  Mundschleimhaut in die Lymphbahnen und von dort in die Blutbahnen 
  diffundieren, von wo sie in die Körperzellen gelangen. 
· Dr. Schüßlers damaligen Möglichkeiten entsprechend sind sie wissenschaftlich 
  begründet. 
· Es entstehen keine Nebenwirkungen, da es sich um körpereigene 
  Stoffe in niedrigster Konzentration handelt. 


Biochemie Nr. 1

Biochemie nach Dr. Schüßler - Die 12 Salze des Lebens

Nr. 1 - Calcium fluoratum D 12

„Das Salz für den Bindegewebsschwächling!“

Merkspruch: "Macht Hartes weich und Weiches hart!"

Eigenschaften von Calcium fluoratum

· Bildet die Hüllen unseres Körpers (z.B. die Oberhaut)
· Sorgt für Dauerelastizität in Bandscheiben, Blutgefäßen, 
  Bänder, Sehnen und Bindegewebe 
· Strafft erschlafftes Gewebe 
· Verhindert übermäßige Hornhaut 
· Glättet die Haut

Anwendung

· Rissige Hände 
· Übermäßige Hornhaut 
· Schwangerschaftsstreifen 
· Wachstumsstörungen der Nägel 
· Hämorrhoiden 
· Karies 
· Bandscheibenschäden 
· Bänder- und Bindegewebsschwäche 
· verhärtetes Narbengewebe 

Einnahme

· Kurmäßig - mind. 6 Monate 3 x tgl. 2 Tbl.
· Gut mit Nr. 11 zu kombinieren = "siamesischer Zwilling!" 


Sichtbare Mangelerscheinungen

Würfelfalten am AugeKleine Längs- und Querfalten, die die Haut am inneren Augenwinkel in kleine Felder teilen.

Fächerfalten am AugeFächerförmig von den inneren Augenwinkeln ausgehende Längsfalten, in Richtung Jochbein und Wangen ziehend. Je tiefer die Falten, desto größer der Mangel.

Durchsichtige ZahnspitzenZahnspitzen werden durchsichtig, fein gezackt wie ein feines Sägeblatt.

Übermäßige Hornhautbildung, Risse, Schrunden, SchwielenbildungBesonders an den Füßen 

Brüchige FingernägelNägel spittern leicht, reißen leicht ein, sind biegsam oder sehr spröde.

 

Quelle: Ingrid Durinke, PTA und Heilpraktikerin der Heide-Apotheke